Aktuell

Aktuelles Ausstellungsprogramm 2016


"Seerosenpreis der Landeshauptstadt München "

Preisträger 2016 sind Tobias Krug und Franz Ferdinand Wörle

Vernissage mit Preisverleihung:
Donnerstag, 11.08.2016, ab 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer:
12.08. – 28.08.2016

 

Die Künstler:

 

Tobias Krug

Es ist ein uraltes Thema, das Tobias Krug mit modernen Mitteln umsetzt und gestaltet.

"Was ist die Zeit? Wie ist sie darstellbar?"



Er setzt die Planetenstellung: heute, morgen, in 10 Jahren oder aus der Vergangenheit, von einem Moment oder für einen beliebig langen Zeitraum, in errechnete Bewegungspunkte graphisch, farblich oder hörbar (Akustik-Clock) um.
Es entstehen mittels dieser errechneten Daten z.B. Farbmengen konzeptionell als Konkrete Kunst bildnerisch dargestellt. Das heißt, die errechneten Zeitpunkte ergeben entweder ein konkretes Bild, oder eine Tonfolge (Sphärenmusik) oder Glasobjekte, deren Farben und Farbmengen aus zeitlichen Daten errechnet sind. Die Form dient als Träger und setzt den Fokus. Es entsteht eine konkrete Kunstform, die auf errechneter Zeit, Festkörper im All und Bewegung basiert.

Seit 2003 erklingt, mit dem Musiker Brian Cranford in Zusammenarbeit, die "Akustik-Clock - Planetenmusik". Die fortlaufenden Bewegungen der Himmelskörper bringen an bestimmten Tagen eine oder mehrere harmonische Winkelstellungen zwischen zwei oder mehr Planeten hervor. An anderen Tagen ist dies nicht der Fall und es gibt somit eine (musikalische) Pause. Im Zeitraffer (Jahre werden in Minuten und Sekunden wiedergegeben!) erklingt die zeitcharakterisische Melodie für die Erde. http://planeten-musik.de

Tobias Krug ist Jahrgang 1972. Geboren ist er in München.
Zunächst machte er eine Ausbildung als Glas- und Porzellanmaler in Neugablonz. Danach 7 Semester an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. L. Gosewitz (Meisterschüler, Diplom).
Ab 2001 ist er freischaffender Künstler in München.
Er hatte Ausstellungen in: Deutschland, Österreich, Italien, Finnland, Frankreich, Spanien und Malta.
Er ist seit 2003 Mitglied der Europäischen Künstlergruppe FREQUENZEN e.V. und im Vis-à-Vis Eresing e.V.

 

Franz Ferdinand Wörle

1952 geboren in München, Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. L. Kornbrust und Prof. A. Gangkofner, Diplom.
Lebt und arbeitet in München und Straußdorf.
1988 Debütantenpreis des Bayerischen Staates,1989 Kunstpreis der Stadt Ebersberg,
1999 Förderpreis Dr. Stöcker Kulturstiftung Rosenheim, 2008 Tyron Guthrie Art Center
Annaghmakerrig House Ireland, 2015 Europäisches Arbeitsstipendium Lviv Ukraine,
2016 Seerosenpreis der Landeshauptstadt München.



Klarheit und Ruhe strahlen die Eisenskulpturen Franz Ferdinand Wörles aus. Trotz
aller Reduktion besitzen sie eine phantasiegeladene Kraft, die sich nicht in das enge
Korsett der konkreten Kunst einzwängen lässt.
Wörle schafft seine Skulpturen aus einem kleinen Bestand geometrischer Formen, was
seinem Werk eine auffallende Stringenz verleiht. Seine Themen, geprägt durch strenge
Disziplin, weisen auf menschliche Bezüge und Aufenthaltsbereiche. Es geht um Tor,
Bodentor, Seelenhaus, Kasbah, Stele, Tisch. Die Stelen  können als Wegzeichen gelesen
werden, die Tore kann man nicht öffnen, aber ihre Betrachtung öffnet in uns Tore
einer neuen Sichtweise, seine Tische assoziieren einen Kommunikationsort auf Augenhöhe
und die Seelenhäuser laden ein zum Verweilen – mag es auch das letzte Verweilen sein.
Diese reduzierte strenge Formensprache übernimmt Wörle auch in sein graphisches
Werk. Hier realisiert er seine künstlerischen Vorstellungen von Formen auf Papier und
in Farbe.
Ein wichtiger Aspekt an Franz  Ferdinand Wörles Skulpturen ist deren Oberfläche. Die
Oxydation des Eisens, der Rost ist ein aufzeigen eines Zeitprozesses. Die Oberfläche,
die Haut hat eine lebendige Struktur und weist damit auf eine stetig fortschreitende
Vergänglichkeit hin.

 

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